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Liquid selber mischen | Évaporé

Das Liquid für die E-Zigarette selbst zu mischen, anstatt ein fertiges Liquid zu kaufen, bringt gleich mehrere Vorteile mit sich. Zum einen kann man das Mischverhältnis der einzelnen Komponenten individuell festlegen und so gezielt beeinflussen, wie viel Dampf entsteht und wie intensiv der Geschmack wahrgenommen wird. Auch der Nikotingehalt lässt sich auf diese Weise exakt an die eigenen Bedürfnisse anpassen, von nikotinfrei bis hin zur gewünschten Stärke.

Darüber hinaus eröffnet das Selbermischen eine große geschmackliche Vielfalt. Aus einer breiten Auswahl an Aromen kann man sich seine ganz persönliche, einzigartige Geschmacksrichtung zusammenstellen und diese bei Bedarf jederzeit variieren oder verfeinern. So entsteht ein Dampferlebnis, das genau auf die eigenen Vorlieben abgestimmt ist.

Und nicht zuletzt spielt auch der Kostenfaktor eine wichtige Rolle: Selbst gemischtes Liquid ist in der Regel deutlich günstiger als fertig gekaufte Produkte, insbesondere auf längere Sicht.

Basisliquid

Jedes Liquid braucht eine Basis denn sie bildet die Grundlage für Geschmack, Dampfentwicklung und Nikotingehalt. Kurz wird sie auch Base genannt. Ohne Basisliquid ist kein gebrauchsfertiges E-Liquid herstellbar. In der Regel besteht die Basis aus Propylenglykol (PG) und pflanzlichem Glycerin (VG), zwei farblosen, geruchsarmen Flüssigkeiten mit unterschiedlichen Eigenschaften.

Propylenglykol (PG) ist dünnflüssiger und sorgt vor allem dafür, dass Aromen gut transportiert werden und der Geschmack klar und intensiv zur Geltung kommt. Außerdem erzeugt PG das sogenannte „Throat Hit“-Gefühl, also das Kratzen oder Ziehen im Hals, das viele Dampfer vom klassischen Rauchen kennen. Pflanzliches Glycerin (VG) hingegen ist deutlich dickflüssiger und verantwortlich für die Dampfmenge. Je höher der VG-Anteil, desto dichter und voluminöser fällt die Dampfentwicklung aus. Gleichzeitig wirkt VG leicht süßlich und macht den Dampf insgesamt weicher.

Gängige Mischverhältnisse sind zum Beispiel 50/50 oder 70/30.

Ein 50/50-Verhältnis bedeutet, dass PG und VG zu gleichen Teilen enthalten sind. Diese Mischung bietet einen guten Kompromiss aus Geschmacksintensität, Dampfmenge und Fließfähigkeit und eignet sich für viele Geräte.

Ein 70/30-Verhältnis beschreibt meist 70 % VG und 30 % PG. Diese Variante erzeugt mehr Dampf und ein weicheres Zuggefühl, während der Geschmack etwas milder wirken kann. Welche Mischung bevorzugt wird, hängt von den persönlichen Vorlieben und vom verwendeten Gerät ab.

Teilweise wird der Basis zusätzlich eine kleine Menge Wasser beigemischt. Destilliertes Wasser kann die Viskosität verringern, also die Flüssigkeit etwas dünnflüssiger machen. Das ist besonders bei hohen VG-Anteilen sinnvoll, damit das Liquid besser vom Verdampfer aufgenommen werden kann.

Aroma

Das Aroma ist der zweite wesentliche Bestandteil eines Liquids und verleiht ihm erst seinen eigentlichen Charakter. Während das Basisliquid für Dampfentwicklung, Konsistenz und gegebenenfalls Nikotingehalt verantwortlich ist, bestimmt das Aroma maßgeblich den Geschmack. Es sorgt dafür, dass aus einer neutralen Grundlage ein individuelles Dampferlebnis entsteht – von fruchtig über süß bis hin zu frisch oder klassisch.

Gerade für Anfänger empfiehlt es sich, zu Beginn mit kleineren Mengen zu arbeiten. Wer zunächst nur ein geringes Volumen mischt, kann verschiedene Geschmacksrichtungen testen, ohne größere Mengen zu verbrauchen oder bei Nichtgefallen verwerfen zu müssen. So bekommt man ein besseres Gefühl für Dosierung und persönliche Vorlieben.

Mit der Zeit darf man dann gerne experimentierfreudiger werden. Unterschiedliche Mischungen und Konzentrationen eröffnen eine große Bandbreite an Möglichkeiten. Manche Aromen entfalten ihre Wirkung bereits in geringer Dosierung, andere benötigen einen etwas höheren Anteil, um ihr volles Potenzial zu zeigen. Auch das Kombinieren mehrerer Aromen kann zu spannenden und einzigartigen Ergebnissen führen. Wer sich Schritt für Schritt herantastet und mit zunehmender Erfahrung mutiger wird, findet nach und nach seine ganz persönliche Lieblingsmischung.

Nikotin

Aromen und klassische Basen sind unabhängig vom Verhältnis von PG zu VG nikotinfrei. Durch die Wahl der passenden Nikotinstärke lässt sich das Liquid individuell anpassen, von komplett ohne Nikotin bis hin zu höheren Stärken, je nach Bedarf.

Erhältlich ist Nikotin in kleinen Fläschchen, genannt Nikotinshots. Der Nikotingehalt ist hier auf maximal 20mg/ml beschränkt.

Man wählt zwischen freiem Nikotin und Nikotinsalz. Hier nicht versehentlich das falsche Produkt zu kaufen ist wichtig. Ehemalige Raucher, die für den Umstieg nicht auf das Kratzen im Hals verzichten möchten, greifen eher zu Nikotin. Nikotinsalz widerum hat den Vorteil, dass das darin gebundene Nikotin vom Körper schneller aufgenommen wird und so das Verlangen nach Nikotin schneller stillt.

Genau wie bei der Base muss man hier auf das Verhältnis von PG zu VG achten, denn auch in den Shots ist bereits eine kleine Menge an Base enthalten. Hat man sich bisher für eine 50/50 Base entschieden und möchte einen 70/30 Nikotinshot hinzugeben, wird das Verhältnis ausgeglichen. Von einigen Rauchern wird dieser Ausgleich explizit angestrebt, um die Ausgewogenheit von Dampf zu Aromaintensität besser anzupassen. Hier gibt es kein Richtig oder Falsch und du kannst verschiedene Kombinationen gerne ausprobieren, bis du mit deinem Dampferlebnis zufrieden bist.

In der folgenden Tabelle findest du verschiedene Nikotinshots, die sich in Base-Verhältnis und Nikotinart unterscheiden.

Name

UltraBio - Nikotinsalz Shot 50/50 - 20mg/ml UltraBio - Nikotinsalz Shot 70/30 - 20mg/mlUltraBio - Nikotinshot 50/50 - 20mg/mlUltraBio - Nikotinshot 70/30 - 20mg/ml

UltraBio Nikotinsalz Shot 50/50 20mg

UltraBio Nikotinsalz Shot 70/30 20mg

UltraBio Nikotinshot 50/50 20mg

UltraBio Nikotinshot 50/50 20mg

Preis

€ 5.90

€ 5.90

€ 4.90

€ 4.90

Art

Nikotinsalz

Nikotinsalz

Freies Nikotin

Freies Nikotin

Verhältnis

50/50

70/30

50/50

70/30

Benötigtes Zubehör

Um sich sein Liquid aus allen Komponenten zusammenzumischen hat man verschiedene Möglichkeiten.

Viele Aromaflaschen sind deutlich größer als das in ihnen eingefüllte Volumen. Dadurch hat man die Möglichkeit, direkt dort die gewünschte Menge an Nikotin und Base hinzuzufügen, ohne auf weitere Flaschen oder Ähnliches angewiesen zu sein. Hat man alles in die Flasche gefüllt, muss man nur noch schütteln und schon kann das Dampfen beginnen.

Solltest du so viel Nikotin wollen, dass es gemeinsam mit der Base nicht in die Aromaflasche passt, musst du auf leere Flaschen zurückgreifen, genannt Chubby-Flaschen. Meist werden dafür Kunststoffflaschen mit Tropf- oder Dripspitze verwendet, da sie sich leicht befüllen lassen und ein genaues Dosieren beim späteren Befüllen der E-Zigarette ermöglichen. Unterschiedliche Flaschengrößen sind sinnvoll, etwa kleinere für Testmischungen und größere für bereits bewährte Rezepte.

Zum genauen Abmessen der einzelnen Bestandteile eignen sich Spritzen oder Pipetten. Mit ihnen lassen sich Basis, Aroma und gegebenenfalls Nikotin sehr präzise dosieren, was besonders bei kleinen Mengen wichtig ist. Alternativ verwenden viele auch eine Feinwaage und mischen die Komponenten nach Gewicht, was ebenfalls sehr genau und oft etwas komfortabler ist.

Darüber hinaus können Einmalhandschuhe sinnvoll sein, vor allem wenn mit nikotinhaltigen Basen gearbeitet wird. Sie schützen die Haut und sorgen gleichzeitig dafür, dass sauber gearbeitet werden kann. Mit diesem einfachen Zubehör lässt sich Liquid problemlos selbst mischen und jederzeit an die eigenen Vorlieben anpassen.

Liquid Rechner

Alle Komponenten zu besitzen und wahllos zusammenzukippen, ist nicht das beste Vorgehen. Alles muss zueinander im richtigen Verhältnis stehen, um das gewünschte Dampfvolumen, die Geschmacksintensität und Nikotinmenge umzusetzen.

Hast du noch weitere Fragen rund um das Dampfen?

Dann stöber doch auf unserer News-Seite oder schaue dir unseren großen Guide für Anfänger an. Hier geben wir einen ausführlichen Überblick über alle Themen geben, mit denen man sich auseinandersetzen muss, um sich über die Funktionsweise und Nutzung von E-Zigaretten informieren zu können.

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